Formstabile Kontaktlinsen bestehen aus sauerstoffdurch-
lässigen Kunststoffen. Das gewährleistet auch bei langem Tragen ein gutes „Augenklima“. Bei trockenen Augen sind formstabile Kontaktlinsen oft besser verträglich als weiche Linsen, die aus weniger sauerstoffdurchlässigem Material bestehen. Die Tragedauer von formstabilen Kontaktlinsen ist abhängig von der
Pflege.
Sind diese Kontaktlinsen also generell die besser verträgliche Linsenwahl? Nicht unbedingt. Da sie aus formstabilem Kunststoff bestehen, können sie sich nicht so flexibel an das Auge anpassen wie weiche Linsen. Zudem sind sie etwas kleiner als weiche Linsen. Der Rand einer formstabilen Kontaktlinse liegt nicht immer unter dem Augenlid – daher kommt es beim Blinzeln zu einem „Fremdkörpergefühl“. Damit bezeichnet der Fachmann ein fremdes, zuweilen anfangs unangenehmes Gefühl beim Blinzeln, an das man sich in der Regel aber rasch gewöhnt. Besprechen Sie dies mit Ihrem Kontaktlinsenspezialisten. Und, noch besser: Probieren sie es aus!
Spätestens nach zwei Jahren sollten formstabile Kontaktlinsen ausgewechselt und die Hornhaut neu vermessen werden, um guten Tragekomfort und hohe Langzeitverträglichkeit beizubehalten. Nicht mehr passende, beschädigte oder verschmutze Linsen führen zu verminderten Tragekomfort oder zur Unverträglichkeit.
